Die Jahreshauptversammlung für das Berichtsjahr 2025 gab der Feuerwehr die Gelegenheit, einen Rückblick auf das vergangene Jahr zu werfen und den Gästen sowie den Mitgliedern des Fördervereins einen Einblick in die Arbeit der ehrenamtlichen Einsatzkräfte geben zu können. Stabile Mitgliederzahlen, 36 Einsätze und erfolgreiche Teilnahmen an Prüfungen und Wettbewerben der Kinder und Jugendlichen der Nachwuchsabteilungen prägten das Jahr 2025.
Der Förderverein sorgte für eine besondere Überraschung.
Mit Verspätung begann die diesjährige Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Lindhorst, denn rund eine Stunde vor dem geplanten Beginn der Versammlung kam es zu einer Alarmierung der Einsatzkräfte zu einem Brandeinsatz in Lindhorst.
Nachdem dieser beendet war und sich die Brandschützer im Dorfgemeinschaftshaus eingefunden haben, konnte Ortsbrandmeister Dennis Pörtge zahlreiche Gäste begrüßen und die Jahreshauptversammlung eröffnen.
Traditionell warf zunächst Kinderfeuerwehrwartin Sarah Claus einen Rückblick auf das vergangene Jahr.
Auf der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Kinder- und Jugendfeuerwehr Ende letzten Jahres konnte die Kinderfeuerwehr acht Mitglieder an die Jugendfeuerwehr übergeben.
Viele und vielfältige Dienste prägten das vergangene Jahr, klassische Themen wie Erste Hilfe, Fahrzeugkunde und Schläucherollen ebenso wie auch Wasserschlachten und Eis essen, denn Spiel und Spaß dürfen bei der Arbeit mit Kindern nicht fehlen.
Ein besonderes Highlight war im letzten Jahr die erstmalige Abnahme der Lindhorster Floris. Kinderfeuerwehrkinder aus der Samtgemeinde Lindhorst konnten, je nach Alter und Feuerwehrwissen, eine der drei Flammen erreichen.
Die größeren Kinder in ihren Reihen haben außerdem erfolgreich die Brandfloh-Abnahme absolviert und damit die höchste Auszeichnung erhalten, die man in der Kinderfeuerwehrlaufbahn erreichen kann.
Nach sechs Jahren beendete Sindy Best ihre Tätigkeit als stellvertretende Kinderfeuerwehrwartin. Sarah Claus dankte Sindy herzlich für die jahrelange, großartige Zusammenarbeit und freut sich, dass ihr Sindy weiterhin als Betreuerin in der Kinderfeuerwehr erhalten bleibt.
Mit Mandy Heimrich konnte eine Nachfolgerin gefunden werden, die gemeinsam mit Sarah Claus und den Betreuern die Kinderfeuerwehr leitet.
Im Anschluss gab Jugendfeuerwehrwart Karsten Büsing einen Einblick in die vielfältigen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr.
Neben dem Kreiswettbewerb, der für die Jugendlichen ein wahres Heimspiel war, denn der Austragungsort lag auf dem heimischen Sportplatz, nahmen die Mitglieder mit großem Erfolg am Bowlingwettbewerb der Kreisjugendfeuerwehr statt und konnten sich hier den dritten Platz sichern. Mit Mika Reiter und Marc Hoting konnte zwei Nachwuchsbrandschützer nach intensiver Vorbereitung die Prüfung zur Leistungsspange ablegen und sich damit die höchste Auszeichnung der Deutschen Jugendfeuerwehr erarbeiten.
Das Zeltlager stellte wie jedes Jahr ein besonderes Ereignis dar, 2025 führte es die vier Jugendfeuerwehren der Samtgemeinde Lindhorst für eine Woche an die Ostsee nach Sütel, hier verbrachten die Teilnehme eine aufregende und abwechslungsreiche Woche, unter anderem Stand ein Besuch im Hansa-Parl sowie bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg auf dem Plan.
Eine großzügige Spende des Motorradclubs Crazy Rats sorgte für Freude bei der Jugendfeuerwehr. Der Mottorradclub entschied sich anlässlich seines Jubiläums dafür, nicht selbst beschenkt zu werden, sondern die Einnahmen des Jubiläumswochenendes und die Geschenke an die Jugendfeuerwehr Lindhorst zu spenden, Büsing dankte dem Motorradclub dafür noch einmal ganz herzlich. Den Abschluss des Jahres bildete der Nikolaus-Lichterumzug, über 300 Personen zogen vom Bahnhof entlang der Bahnhofstraße bis zum Feuerwehrhaus, begleitet vom Nikolaus.
Büsing dankte seinem Betreuerteam und allen weiteren Freunden der Jugendfeuerwehr Lindhorst für die Unterstützung im vergangenen Jahr.
Ortsbrandmeister Dennis Pörtge berichtete von vielen Kameraden, die Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene besuchen konnten. Mit der Zuweisung der angeforderten Lehrgänge zeigte er sich zufrieden, denn nur mit einem hohen Wissensstand könne der Einsatz der Feuerwehr zu jeder Zeit sicher und effektiv sichergestellt werden.
Anschließend gab einen Einblick in die Zahlen, die einen Eindruck von der Tätigkeit der Feuerwehr Lindhorst vermitteln:
aktuell verfügt sie über 37 aktive Mitglieder, elf Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung, zwölf Jugendliche in der Jugendfeuerwehr und 27 Kindern in der Kinderfeuerwehr. Die Mitgliederzahlen sind stabil und damit ist die Ortsfeuerwehr Lindhorst personell gut aufgestellt.
Zu 36 Einsätzen rückte die Feuerwehr Lindhorst 2025 aus, davon 16 Brandeinsätze, 17 Technische Hilfeleistungen und einem Fehlalarm, zwei Mal wurde eine Brandsicherheitswache gestellt. Mit Bilder aus dem Einsatzgeschehen gab Pörtge einen Einblick in die Vielfältigkeit der Feuerwehrarbeit.
Für Einsätze wendeten die aktiven Mitglieder rund 870 Stunden auf, für Übungsdienste, Besprechungen, Sitzungen etc. wurden rund 3600 Stunden aufgebracht, die Betreuer der Jugendfeuerwehr leisteten über 1470 Stunden und das Team der Kinderfeuerwehr 210 Stunden.
Insbesondere die Jugendarbeit ist für die Nachwuchsgewinnung ein elementarer Bestandteil der Feuerwehr.
Eine große Herausforderung stellen die Verwaltungsaufgaben dar, so gleicht die Tätigkeit des Ortsbrandmeisters inzwischen der eines Verwaltungsangestellten. Der Großteil der Arbeit lässt sich nicht an einem normalen Dienstabend abwickeln. Es handelt sich vielmehr um ein 24/7 Job und es kommt oftmals einem Kraftakt gleich, Hobby, Familie und Beruf unter einem Hut zu bekommen.
Ende des Jahres wurde eine Netzersatzanlage auf einem Anhänger ausgeliefert, die die Samtgemeinde Lindhorst beschafft hat, und einen Katastrophenschutz-Leuchtturm betreiben zu können, der im Bedarfsfall im Schulzentrum eingerichtet wird.
Kräfte der Feuerwehr Lindhorst werden im entsprechenden Fall die Fremdeinspeisung des Leuchtturmes der Samtgemeinde Lindhorst übernehmen und diesen so mit Strom versorgen. Hierfür wurde eine Fachgruppe gebildet, in der einige Kameraden durch den Hersteller unterwiesen wurde, um die Anlage betreiben zu können.
Ebenfalls Ende des Jahres wurde die brandschutztechnisch erforderliche Fluchttreppe am Feuerwehrhaus fertiggestellt. Im angebrochenen Jahr ist außerdem eine Renovierung der Räumlichkeiten vorgesehen, da nach 16 Jahren Betrieb einige Gebrauchsspuren festzustellen sind. Auf Grundlage einer neuen Feuerwehrverordnung wird in diesem Jahr die Dienstkleidung umgestellt.
Seit 50 Jahren ist Jens Topp Mitglied der Feuerwehr Lindhorst, zunächst als Mitglied der Jugendfeuerwehr, anschließend bis heute als aktives Mitglied, für sein Engagement wurde er mit dem Niedersächsischen Feuerwehren-Ehrenzeichen für 50 Jahre Dienstzeit ausgezeichnet.
Karsten Büsing wurde zum Oberlöschmeister, Joop Hoenderdos zum Hauptfeuerwehrmann, Mika Reiter und Marc Hoting nach Bestehen der erforderlichen Lehrgänge zu Feuerwehrmännern befördert.
Zum neuen Gerätewart wurde Christian Hinrichsen, zum neuen Schriftführer Dustin Drews gewählt.
Eine besondere Überraschung hielt der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Lindhorst e.V. bereit. Im Rahmen der Versammlung übergab dieser der Ortsfeuerwehr Lindhorst eine neu beschaffte Drohne.
Diese ermöglicht eine deutliche Erweiterung des Einsatzspektrums der Feuerwehr Lindhorst, denn sie kann den Einsatzkräfte wertvolle Bilder liefern, beispielsweise bei der Lagebeurteilung. Das Gerät ist mit einer Wärmebildkamera ausgestattet, sodass sie den Einsatzkräften bei der Suche nach Glutnestern bei Bränden oder bei Personensuchen Unterstützung leisten kann.
In nächster Zeit wird viel Zeit in die Ausbildung der Einsatzkräfte investiert, um die Drohne sicher einsetzen zu können.
Samtgemeindebürgermeisterin Svenja Edler, Bürgermeister Heinrich Widdel und Gemeindebrandmeister Benjamin Heine überbrachten Grußworte der Verwaltung der Samtgemeinde Lindhorst, der Kreisfeuerwehr und der Gemeinde Lindhorst.

Die Beförderten und Geehrten (v.l.):
Karsten Büsing, Jens Topp, Joop Hoenderdos, Mika Reiter und Marc Hoting


