Technik

Gerät der Woche

Jede Woche stellen wir hier ein anderes Gerät aus der Feuerwehr Lindhorst vor


Diese Woche:

Der

Digitale Meldeempfänger (DME)



Jeder Einsatz der Feuerwehr beginnt mit einem Notruf bei der Rettungsleitstelle über die Notrufnummer 112.

Der Disponent fragt den Anrufer systematisch ab, um schnell die wichtigsten Informationen zu erhalten, die erforderlich sind, damit die Feuerwehr
oder der Rettungsdienst alarmiert werden kann und zügig Hilfe in der Not - oder Gefahrensituation zur Stelle ist.

Diese Informationen gibt er in ein Programm, den Einsatzleitrechner, ein. Dieses Programm unterstützt den Disponenten bei seiner Arbeit,
indem er ihm zeigt und vorschlägt, welche Feuerwehr zuständig ist oder welchen Rettungswagen er alarmieren sollte.

Um die ehrenamtlichen Einsatzkräfte jederzeit erreichen zu können, sind sie mit digitalen Meldeempfängern (DME) ausgestattet. Diese kleinen
Geräte tragen die Feuerwehrleute in ihrer Freizeit mit sich. Im gesamten Landkreis Schaumburg können die DME Einsatzmeldungen empfangen.

Alarmiert der Disponent in der Rettungsleitstelle die Feuerwehr, geben die Geräte einen lauten Alarmton ab. Parallel dazu werden auf dem Display
die wichtigsten Informationen zum Einsatz übermittelt. Dazu zählen:

          

 
  • Einsatzstichwort
  der Einsatz wird hiermit einer Größe zugeteilt. Bei einem brennenden Mülleimer müssen nicht so viele Feuerwehren ausrücken, wie bei einem brennenden Haus, die Einsatzkräfte wissen so, welche Feuerwehren alarmiert sind. Bei einem ,,B1" handelt es sich zum Beispiel um einen Kleinbrand, bei einem ,,B2" um einen Mittelbrand und bei einem ,,B3" um einen Großbrand.
Es gibt viele Stichworte für jeden Einsatzanlass
       
 
  • Meldebild
  mit dem Meldebild wird den Einsatzkräften mitgeteilt, was genau der Einsatzanlass ist,
bspw. ,,Feuer Gebäude", ,,Verkehrsunfall, eingeklemmte Person", ,,Baum auf Straße"
       
 
  • Einsatzort
  damit die Einsatzkräfte wissen, wo genau sich der Einsatzort befindet, werden der Ort, Straße und Hausnummer übertragen, ggf. Straßenkreuzungen oder besondere Gebäude, wie Schulen oder Altenheime
       
 
  • sonstige Bemerkungen
  hier kann den Einsatzkräften weitere Infos mitgeteilt werden

 

Vor einiger Zeit gab es neben den digitalen Meldeempfängern noch Sirenen. Der große Nachteil in dieser Alarmierungsmethode war, dass nur
Einsatzkräfte alarmiert werden konnten, die sich innerhalb des Ortes aufgehalten haben. Außerdem wurden bei einem nächtlichen Einsatz nicht
nur die Feuerwehrleute aus dem Schlaf geweckt, sondern die gesamte Bevölkerung.
Durch die Meldeempfänger, auch Pieper oder Pager genannt, werden die Mitglieder der Feuerwehr direkt angesprochen, daher wird diese Variante auch als ,,stille Alarmierung" bezeichnet.